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Pfarrer-Huber-Schule Landau
Kleegartenstr. 24
94405 Landau 

 

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Filmen in Kloster Banz

Lange schon schlägt sich die Pfarrer-Huber-Schule mit dem Gedanken herum, einen Film über Sonderprojekte der Schule zu produzieren.

Konkret geht es derzeit um das Umweltschutzprojekt „Isarkiesl“, bei dem die Schüler für die Natur und einen nachhaltigen Lebensstil im eigenen Lebensumfeld rund um die Isar sensibilisiert werden sollen. Das Projekt  wird vor allem für die SchülerInnen der Mittelschulstufe mit Fördergeldern gefördert. Es ist allerdings ein Anliegen der Schulfamilie, dass alle Kinder von diesem Projekt profitieren sollen.

Parallel dazu wird derzeit geplant, den Wasserlauf der Isar zu renaturieren.

Doch welche Kamera soll sich die Schule kaufen? Welches Zubehör ist nötig?

Und vor allem, wie können Lehrer und Schüler einen guten Film drehen? Dramaturgie, Bildgestaltung, Konzept, Text, … eine fast schier gigantische Aufgabe, wenn man noch nie einen Film erstellt hat. Die Rektorin Elfriede Meier beantragt deshalb ein Filmseminar für Lehrkräfte bei der Hanns – Seidel - Stiftung. Einige KollegInnen der Pfarrer-Huber-Schule überlegen nicht lange und melden sich an - für ein ganzes Wochenende im Bildungszentrum Kloster Banz.

Doch die Schule hat noch nicht mal ein Kameraequipment - im Seminar sollen die Lehrkräfte ihre eigene Ausrüstung mitbringen, damit auch mit dieser geübt werden kann. Kamera, Schnittplatz, Licht und Ton Fehlanzeige… Vielleicht hilft ein Telefonanruf beim Referenten Thomas Kießling. Schließlich kommt der vom Bayerischen Fernsehen - vielleicht hat er eine Empfehlung? Gesagt, getan…: Ein Telefonanruf und schon ist klar, was die Schule investieren muss. Es gibt vom Journalisten aus München eine ganz klare Empfehlung. Die neue Sony PXW-X70  Kamera, hat sogar eine Gesichtserkennung - also nie mehr unscharfe Bilder - die Automatikfunktionen für Belichtung und Restlichtverstärkung funktionieren sehr gut -  diese „eierlegende Wollmilchsau“ soll es sein, und ein Apple Rechner mit dem Schnittprogramm FinalCutPro X, ein Kameralicht mit einstellbarer Farbtemperatur, ein Sennheiser Mikrofon und ein Funkmikrofon, sowie ein kleines Stativ. Und das zum kleinen Preis!

Die Schule hat inzwischen fasst alles, was man zum Filmen braucht anschaffen können. Tage später nachdem Elfriede Meier das Equipment ausgepackt und ausprobiert hat, geht es schon nach Kloster Banz zum Seminar. Dort trifft die Rektorin Elfriede Meier und ihre KollegInnen andere Lehrkräfte z.B. vom Sonderpädagogischen Zentrum Bonbruck, vom BRK Kelheim und der Universität Passau.

 

Alle wollen künftig Filme produzieren, vor allem auch den Schülern zeigen können, wie das funktioniert. 

Referent Thomas Kießling bei der

Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises 2011

 

Der Referent Thomas Kießling hat selbst eine Sony X70 Kamera - er dreht damit für seine Filmbeiträge. Er arbeitet meist für das Politikmagazin Kontrovers des Bayerischen Fernsehens.

Sony X 70 Kamera

Er wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den kommenden beiden Tagen die Kamera erklären, aber auch, wie überhaupt eine Filmidee in ein Konzept „gegossen“ wird und damit eine Ideenskizze entsteht. Außerdem müssen die Lehrkräfte ein eigenes Beispiel-Video in den Räumen des Klosters drehen, eine Geschichte. Geübt wird zudem der „Five-Shot“, denn nur so hat man später genügend Einstellungen für den Schnitt. Auch ein Originalton soll aufgezeichnet werden, damit die Teilnehmer Mikrofon und Kamerastellung zum Protagonisten üben. Der Probedreh wird im Anschluss geschnitten und präsentiert.

Thomas Kießling hatte zudem neueste Tontechnik (drahtlose Sender passend zum drahtlos funktionierenden Mikrofon) dabei, die das Verbinden des Mikrofons mit der Filmkamera über „ellenlange“ Kabel unnötig macht.

Eine Sennheiser Funkstrecke mit Ansteckmikrofon. Gerade für Reportage Drehs oder Interviews ein unbedingtes Muss!

Achtung! Die Funkstreife sollte im E-Band senden.

Dann muss diese nicht bei der Telekom angemeldet werden. Zwar ist dieses Funkset teuer, aber sehr zuverlässig.

Und: Es gibt keine Störungen durch LTE oder W-LAN Netze.

Das Zoom H6 - ein separates Audioaufzeichnungsgerät: gerade Fotoapparate haben oft eine verkümmerte Audioaufzeichnungs-möglichkeit.

Deshalb nutzt der Journalist gerne dieses Zoom H6 mit sechs möglichen XLR Eingängen für den sauberen Ton.

 

In FinalCut ProX werden dann die Frequenzen der Fotokamera und des Tons, welche auf dem Zoom H6 aufgezeichnet wurden, einfach synchronisiert - in wenigen Sekunden liegen beiden Tonspuren korrekt untereinander.

Der TV-Journalist zeigt den TeilnehmerInnen, wie unterschiedlich seine Kameras dieses aufgebaute Probebild aufnehmen.

 

Mit den semiprofessionellen Videokameras bleibt das aufgezeichnete Bild fast überall scharf - die Sony X70 jedoch zeichnet ein besseres Bildbouquet - der Hintergrund wird unscharf.

 

Vor allem bei der professionellen Fernsehkamera (Blackmagic URSA MINI 4.6) sieht man, wie eine kurze Schärfentiefe wirklich aussehen kann. Stellt man die Schärfe im Vordergrund auf das Objektiv, werden Bücher, Koffer und der Windschutz unscharf - das kann nur eine Profi-Kamera!

die verschiedenen Arbeitsgruppen bei der Umsetzung ihrer Filmprojekte.

Eine Gruppe arbeitet noch nicht mit dem Schnittprogramm Final CutPro X.

Während der praktischen Übungen bekamen die SeminarteilnehmerInnen immer wieder fachmännischen Rat und Unterstützung des TV – Profis.

Am Ende des Seminars gehen die Lehrkräfte mit einem ganzen Bündel an neuem Wissen und praktischen Erfahrungen nach Hause. Und nach diesem Wochenende heißt es endlich: Wir drehen unsere eigenen Filme!

 

Dank der Empfehlungen des Referenten wissen nun auch die anderen Schulen, ob es Sinn macht, sich eine bessere Kameraausrüstung zu kaufen. Denn eines steht am Ende des Seminars fest. Nur mit einer guten und trotzdem günstigen Technik, können Lehrer und Schüler in einem akzeptablen Zeitbudget einen Film erstellen. Und das ist vor allem für Filmprojekte wichtig, die zusammen mit Schülern gedreht werden.

Rektorin Elfriede Meier will bald das erste Filmprojekt mit den Schülern der Pfarrer-Huber-Schule angehen.

 

Vielleicht kann die Hanns-Seidel-Stiftung im kommenden Jahr wieder ein solches Seminar anbieten, denn die von Kießling vermittelten Grundlagen der Filmproduktion haben die Projekte an den Schulen erst möglich gemacht. Und wenn die Lehrer noch mehr über Fallhöhe und Filmdramaturgie lernen können - dann werden sie mit ihren Schülern vielleicht auch einmal einen Filmpreis erhalten. 

Untergebracht sind die TeilnehmerInnen während des Seminars im oberfränkischen Bildungszentrum der Hanns – Seidel – Stiftung in Kloster Banz.

Besonderes Highlight war, dass wir das umfassend ausgestattete Medienzentrum der politischen Stiftung für unser Filmseminar nutzen durften. In diesem Medienzentrum stehen z.B. zahlreiche Videokameras, Stative und hochwertige Computer incl. passender Software für den Filmschnitt, und ein Studio zum Vertonen der neu erarbeiteten Filme zur Verfügung, beste Voraussetzung dafür, ein Filmseminar mit allen nötigen Ressourcen durchführen zu können.

Kloster Banz: der Aufgang zum Haupthaus des ehemaligen Benediktinerklosters - erbaut etwa 1070 war es das älteste Kloster am Obermain.

Heute ist es der Sitz der Hanns-Seidel-Stiftung mit modernen Tagungsräumen und einem Lehr-Videostudio.